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Einsatzübung 'Retten und Bergen' in Mainaschaff

006 20111207 1902937832Am Abend des 5. Dezember 2011 führte das THW Alzenau eine Einsatzübung in einem zum Abriss freigegebenen Wohnhaus in Mainaschaff durch. Nach dem Verlasten aller notwendigen Materialien und Einsatzmittel fuhr der Fahrzeugverband bestehend aus GKW 1 mit Netzersatzanlage, GKW 2 und IKW zur Einsatzstelle direkt in der Hauptstraße von Mainaschaff. Bereits 10 Minuten nach Eintreffen war die Einsatzstelle optimal ausgeleuchtet. Inzwischen war auch das Fahrzeug des Zugtrupps, der MTW, mit nachrückenden Einsatzkräften eingetroffen.

Zunächst galt es, sich Zugang zu dem verschlossenen Anwesen zu schaffen, in dem verletzte Personen vermutet wurden. Vorschriftsmäßig gesichert begaben sich dann erste Kräfte zur Erkundung in das zweigeschossige Gebäude. Schnell waren auch die Einsatzstellen im Gebäudeinneren ausgeleuchtet und Stromverteiler aufgestellt, die von der 175 kVA Netzersatzanlage gespeist wurden. Nach Schaffen eines ausreichend großen Durchbruchs in einer Tragwand konnte in einem angrenzenden Raum eine verletzte Person gefunden und schließlich mit dem Schleifkorb geborgen werden.

Ein zweiter Trupp hatte eine weitere verletze Person aufgefunden, die nur über einen Deckendurchbruch aus dem Obergeschoss geborgen werden konnte. Auch dieser Arbeitsbereich musste ausgeleuchtet und elektrisch erschlossen werden, bevor mit den Rettungsarbeiten begonnen werden konnte. Hier galt es, die Holzdecke zunächst zu öffnen und auf tragende Balken hin zu untersuchen, bevor die Öffnung mit Axt und Elektro-Stichsäge so weit vergrößert werden konnte, dass auch hier die Bergung möglich wurde. Zur Eigensicherung und Bergung wurde ein Dreibock mit Rollgliss aufgestellt und schließlich zwei THW-Helfer zu der verletzten Person abgelassen. Nach Erstversorgung und Sicherung auf dem Schleifkorb erfolgte schon sehr bald die Bergung durch die Deckenöffnung, was trotz Rollgliss noch einmal alle Kraft der Helfer verlangte.

Ein dritter Trupp erkundete in der Zwischenzeit mit Seil und Tragegurt gesichert Kellerräume im Anwesen. Die letzte als vermisst gemeldete Person konnte schließlich hier aufgefunden und über eine Leiter an einer geneigten Ebene (Kellerabgang) im Schleifkorb nach oben gezogen werden.

Die Möglichkeit, in einem Abrissgebäude so praxis- und realitätsnah zu üben, bietet sich nicht oft. Deshalb gilt Bürgermeister Klaus Engler besonderer Dank, dass er dem THW Alzenau kurz vor Beginn der Abrissarbeiten dieses Anwesen für eine Einsatzübung zur Verfügung gestellt hat. Desweiteren möchten wir uns bei den Führungskräften Kevin Rustler (Ausbildungsbeauftragter), Thomas Leibl und Jochen Stromberg (Gruppenführer der 1. und 2. Bergungsgruppe) für die Vorbereitung dieser Ausbildung bedanken.

 

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