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Alzenauer THW-Helfer jetzt ausgebildeter „EU Coordination Expert“

06 20160424 1345480796Überall auf der Welt geschehen Naturkatastrophen, seien es Stürme, Dürren, Erdbeben oder Tsunamis. Die Hilfe, die nach solchen Katastrophen anläuft, ist vielfältig und wird hauptsächlich von der United Nation (UN) oder der Europäischen Union, sowie von den vielen nicht staatlichen Organisationen getragen. Im Falle der Europäischen Union wird die notwendige Hilfe durch die EU selbst angeboten oder von den Mitgliedsstaaten angefordert. Aber auch Staaten außerhalb der EU können diese Hilfe beantragen. Wird einem Hilfeersuchen eines Landes stattgegeben, sendet die EU spezielle Module. Diese Module können Hochleistungspumpen, Trinkwasseraufbereitungsanlagen, oder andere auf den Katastrophenfall abgestimmte Hilfen sein. Die Hilfe muss im betroffenen Land koordiniert werden. Diese Koordination leistet dann ein Team von Coordination Experts vor Ort.

Einen Lehrgang zur Koordinierung der EU-Hilfe besuchten die beiden THW-Helfer Jeffry Morales (OV Alzenau) und Bertram Bähr (OV Viernheim), die nun im Auftrag der EU in einem Team mit anderen EU-Experten die Hilfe der EU vor Ort organisieren und koordinieren können. Dieser Lehrgang fand zu Beginn an der Bundesschule des THW in Neuhausen statt. Dort wurden die Grundlagen und das notwendige Wissen vermittelt. Die Teilnehmer kamen aus ganz Europa und den unterschiedlichsten Bereichen wie Zivilverteidigung, den Feuerwehren und verschiedenen Ministerien. Neben den beiden deutschen Teilnehmern des THW entsendeten die Zivilschutzorganisationen der Länder Österreich, Spanien, Frankreich, Kroatien, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Rumänien, Slowenien, Slowakei, England, Moldawien und Serbien Lehrgangsteilnehmer zum EU-Kurs.

Danach wurde ein Einsatz geübt und die gebildeten Teams flogen nach Kopenhagen, um dort in einem fiktiven Einsatzland die Möglichkeiten einer EU-Koordination durchzuspielen. Nach der Landung in Kopenhagen wurden die Teams mit den notwendigen Informationen versorgt und in eine Marinebasis verlegt. Dort wurde ein sogenanntes OSOCC (On-Site Operations Coordination Center) zur Koordination der ankommenden Hilfe aufgebaut und betrieben. Nachdem die ersten Informationen durch die örtliche Einsatzleitung ankamen, konnten die ersten Maßnahmen ergriffen werden. Diese Übung ging nonstop über zwei Tage und erfordert von den Teams viel Konzentration und Ausdauer. Jedes Team wurde von Trainern überwacht und bewertet.

Am letzten Tag wurde nach Beendigung der Übung in einer Schule des dänischen Katastropenschutzes die Ausbildung durch einen schriftlichen Test beendet. Alle Teilnehmer konnten mit einem Zertifikat der EU nach Hause fahren und werden künftig für Missionen der Europäischen Union für Einsätze als Coordination Experts zur Verfügung stehen.

Text: thw.de und ov alzenau

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